07.06.2020 Alter: 1 year
Kategorie: GUT informiert aktuell, In eigener Sache

Arbeit in Zeiten von Corona - Herausforderung und Chance

2020 - ein rundes Jahr mit wohl vielen Ecken


Seit dem zweiten Weltkrieg hat es eine solche Zeit nicht gegeben. Ein Ausnahmezustand globalen Ausmaßes. Corona unterscheidet nicht, macht vor niemandem Halt. Und hält uns alle noch immer in Atem(pause) – ein richtiges Aufatmen ist noch nicht in Sicht.

Von Mitte März bis Anfang Mai stand der normale Alltag in Deutschland still bzw. auf dem Kopf. Ämter, Geschäfte, Restaurants geschlossen, Schulen und Kitas dicht. Abgesehen vom Verzicht auf Freizeitbeschäftigungen und Gewohnheiten, die auch weiterhin nur in eingeschränktem Umfang stattfinden dürfen, sorgen sich auch jetzt noch viele um ihre Existenz. Sie konnten oder können ihre Arbeit nicht oder nur noch eingeschränkt fortführen:
Zu betreuende Kinder im Hause und Verdienstausfall wegen Kurzarbeit sowie fehlende Liquidität für das Bedienen von Krediten usw.

Für die selbstständig Tätigen ist diese Zeit eine besondere Herausforderung. Ebenso wie für Alleinerziehende, die neben der Sorge ums Geld auch noch ganztägig ihre Kinder betreuen, beschäftigen oder gar beschulen mussten/müssen.

Insbesondere für Familien auf engem Wohnraum dürfte die Situation eine sehr angespannte gewesen sein. Die Wiedereröffnung der Spielplätze im Mai hat vielen Familien sicher eine große Erleichterung gebracht. Und da seit Mitte Juni die KiTas in den meisten Bundesländern wieder für alle Kinder offen stehen, sollte sich auch die Arbeitswelt der Eltern wieder langsam in Richtung Normalzustand bewegen.

Diese Zeit des Kürzertretens war und ist für viele schmerzlich und zwingt uns auch weiterhin zu manchen Veränderungen.

Kann das auch eine Chance sein?

Denn vielleicht ist es gar nicht so gesund, dass immer alles im Höchsttempo möglich ist. Dass wir gehetzt durch die Arbeitswelt und den Familienalltag rauschen. Eine mögliche und seit Jahrzehnten eigentlich notwendige Veränderung ist z.B. das Etablieren von familienfreundlicheren Arbeitsmodellen.

Als bedeutende Maßnahme dahingehend könnte das Home Office erachtet werden, das hoffentlich viele Firmen zukünftig nicht mehr nur als absolutes No-Go abschreiben.

Bei uns in der GUT GmbH haben seit dem Beginn des Lockdowns alle Mitarbeiter (und einige auch weiterhin) von zuhause arbeiten können.

Es hat sich erwiesen, dass der Firmenbetrieb auch ohne gemeinsames Büro – über eine Remoteverbindung – gut funktionieren kann. Die Einschränkungen in der Kommunikation sind marginal. Ebenso kann die Zusammenarbeit mit unseren Kunden weiterhin vollumfänglich am Laufen gehalten werden.

Im Zuge dessen haben wir sogar festgelegt, dass einige jährliche Termine  auch zukünftig remote durchgeführt werden sollen. Dies könne Zeit, Wege und damit verbundene Umweltkosten einsparen. Ein Pluspunkt also auch beim Thema Klimaschutz.

Als positive Veränderung sollte auch erörtert werden, dass die bisher verhaltene Bezahlung von systemrelevanten Berufsgruppen in Deutschland nun zu einem großen Thema auf der politischen Tagesordnung geworden ist.

Bleibt zu hoffen, dass bspw. dem Pflegepersonal auch zukünftig – und nicht nur in Krisenzeiten – seine Arbeit angemessener vergütet wird.

Allen anderen ist zu wünschen, dass der Staat sie finanziell absichern kann, solange die Krise nicht ganz vorbei ist und dass sie ihre Arbeit nach der Krise wieder wie gewohnt aufnehmen können.

Tilla Kabir, GUT


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